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Hera DOB: 17.07.2006 |
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Hera: Nach unserem Umzug weiter raus aufs Land, stand fest, dass ein mittelgrosser Hund zum Bewachen von Haus und Hof einziehen und der Nachfolger und Hilfe für unsere alte Demi sein sollte. Doch welche Rasse eignete sich dazu? Es sollte ein mittelgrosser, kräftiger urtümlicher, instinktsicherer Hund sein, der wenig bellt, Stehohren und möglichst eine Ringelrute hat. Ich träumte von einem Wolfsspitz, mein Mann war für einen ChowChow, Freunde rieten uns gar zu einem Akita Inu. So war der Schritt zum Eurasier nicht weit, vereint diese Rasse doch Wolfsspitz und ChowChow (und Samojede) in sich. Doch Eurasier sind (noch)sehr unterschiedlich im Typ; da gibt es welche, die äusserlich sehr dem Wolfsspitz ähneln, solche, die vom Wesen her sehr viel vom Samojeden haben und auch solche, die charakterlich sehr stark an den ChowChow erinnern.
Viele Eurasier sind extrem zurückhaltend und misstrauisch, was Fremde betrifft. Und dann, ja, dann sah ich Camillo, Heras Vater, ein imposanter Rüde, der eindeutig im Chowchowtyp steht, sehr wachsam und dabei doch zugleich unheimlich verschmust und freundlich aufgeschlossen ist. Ich verliebte mich auf der Stelle. Ja, so einen Eurasier wollte ich, und keinen anderen. Der Zufall wollte es, dass Camillo vier Monate zuvor Welpen gezeugt hatte, und so konnten wir bald darauf unsere Hera (Heila) abholen. Sie war die kleinste aus dem grossen Wurf, und zugleich die Frechste. Alle Welpen waren unglaublich freundlich und neugierig. Hera entwickelte sich so, wie ich es erhofft hatte: sie lässt ihre tiefe wuchtige wunderschöne Stimme nur dann hören, wenn es wirklich nötig ist. Sie ist so verschmust wie ihr Vater. Und sie hat die Freundlichkeit (leider auch den Jagdtrieb) des Samojeden geerbt. Vom ChowChow hat sie den extrem breiten massigen Kopf und kurzen Fang und natürlich die blaue Zunge. Sie freut sich über jeden Menschen und jeden Hund halbtot, weiss aber jede Situation richtig einzuschätzen und beginnt mit einbrechender Dämmerung im Garten zu patroullieren und zu wachen. Hera ist sehr instinktsicher und verkörpert mein Idealbild eines urwüchsigen unverzüchteten Hundes vom Urtyp der Spitze sehr stark. Wir sind sehr glücklich mit Hera, der Zuckerschnute (so heisst sie, weil sie die Katzentoiletten immer ausräumt und dann unschuldig wedelnd vor uns steht, während doch die Schnauze sie verrät). Hera ist jung, verspielt und sehr temperamentvoll und bald war klar, dass sie nur bedingt mit den Shelties würde spielen können. Ein zweiter Eurasier wäre zwar wundervoll für uns gewesen, doch ein dominanter Rüde hätte womöglich irgendwann unseren Sheltiejungs die Entscheidungsfrage gestellt. Und auch wenn Hera sehr verträglich mit anderen Hunden ist, so ist sie doch auch recht dominant und eine gleichgrosse,f ast gleichalte Hündin "vom selben Kaliber" erschien uns doch etwas riskant. |